Puno und Titicaca-See

Übernachtet haben wir dann in einem sehr schönen Hotel direkt am See, mit tollem Blick über die Bucht von Puno und auf die gegenüberliegende Stadt.

Blick aus unserem Hotel über die Bucht von Puno

Am nächsten Morgen ging es dann vom hoteleigenen Anlegesteg zu einem Tagesausflug zu den schwimmenden Inseln der Uros und weiter nach Taquile.

Die Schiffsfahrt dauert insgesamt ca. 3 Stunden bis zur Insel Taquile – und dabei hat man vielleicht ein Fünftel des Sees durchquert – er ist also wirklich riesig – und das auf einer Höhe von ca. 3800m über dem Meer.

Die schwimmenden Inseln der Uros sind inzwischen zu einem echten Renner bei touristischen Ausflügen geworden und dadurch sind die Familien, die hier immernoch in recht bescheidenen Verhältnissen Leben doch zu etwas Wohlstand gekommen und insbesondere die Gemeinde insgesamt profitiert durch eine neue Schule, eine Sanitätszentrum usw.

Uros-Inseln

Einen Einblick in diese traditionelle Lebensweise zu bekommen ist wirklich beeindruckend – und auf solch einer Insel zu wohnen ist jetzt ehrlich gesagt auch nicht mein Traum 🙂

Danach ging es weiter auf die Insel Taquile zu den „strickenden Männern“. Doch interessanter als die wirklich überall herumlaufenden strickenden Männer fand ich die Trachten, die je nach Farbe und Richtung der Zipfelmütze einiges über den gesellschaftlichen und beziehungstechnischen Status der Person verraten. So kann man direkt erkennen welcher Mann auf der Suche nach einer Frau, verliebt oder auch vergeben ist – und umgekehrt auch, welche Frau noch frei und welche verheiratet ist. Außerdem booten sich bei dem Aufstieg und auch von der Hauptplaza aus tolle Ausblicke auf den See und die umliegende Bergweld. Sogar die Cordillera Real in Bolivien konnten wir am Horizont erkennen.

Blick über den Titicaca-See Strickende Männer

Als Mittagessen gabe es eine leckere Forelle (angeblich aus dem Titicaca-See) – Forelle gibt es im gesamten Andenbereich sehr häufig und sie schmeckt wirklich lecker!

Beim Abstieg zurück aufs Boot über alte Inkastufen eröffnete sich uns dann wieder ein beeindruckender Blick auf die umliegenden kupferfarben schimmernden Anden. Und danach genossen wir dann vom Aussichtsdeck des Schiffes die Rückfahrt über den See und das langsame Heraufdämmern der Nacht…

Am Abend war dann unsere erste und einzige Regennacht in den Anden, die wir bei einem leichten Abendessen und Coca-Tee am Kamin verbrachten, also überhaupt kein Problem!

Am nächsten Tag mussten wir dann schon weiter, was wirklich schade war, da es um und auf dem Titiaca-See noch vieles zu sehen gibt. Doch leider hatten wir für einen längeren Aufenthalt keine Zeit und fuhren schon wieder weiter über das Altiplano in das etwas niedriger gelegene Cusco – das Herz des alten Inkareichs. Unterwegs besichtigten wir dabei unter anderem den ersten Inkatempel (Wiracocha-Palast in Raqchi) auf unserer Reise. Den einzigen, der die bekannte Bauweise aus Stein mit dem Adobe anderer Kulturen verband.

Wiracocha-Palast

Am Nachmittag erreichten wir dann Cusco – die langsame Zunahme der Vegetation war ein deutliches Zeichen für das „Abwärts fahren“  auf „nur noch“ 3400 Meter.

Blick über Cusco

Abends sind wir dann direkt auf erkundungstour gegangen – und ich muss sagen Cusco ist noch schöner als ich es in Erinnerung hatt. Vielleicht hat man auch einfach etwas mehr renoviert, auf jeden Fall haben die Hauptplaza und die darumliegenden Straßen ungemein viel Flai, es gibt tolle Geschäfte und eine Vielzahl von super Restaurants. Und auch abends ist es absolut sicher, die Straßen udn Plätze sind voller Menschen und überall macht jemand Musik, zeichnet oder jongliert…

Wir hatten an dem Abend (nach einem sehr ausgiebigen Mittagessen während der Fahrt) nur etwas kleines Essen wollen und sind deshalb in einen peruanischen „McDonald“ – nciht ganz Mc Donald, das gibt es da auch schon, aber beliebter in Peru ist „Bembos“, die wirklich leckere peruanische Burger usw. bieten. Also wer wirklich das Leben in Peru kennn lernen möchte sollte auch diese Facette neben dem ländlichen Peru einmal probieren. Es schmekt absolut lecker – und auch hier gibt es Rind-, Hünschen- und Schweinefleisch und nciht nur Meerschweinchen und Alpaka 🙂

Plaza Mayor

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